Persönliches

1991 – 1993 Pfarrkindergarten Ilz

Erste Begegnungen mit dem Herrn Pfarrer, dem Nikolaus und dem Kasperltheater. Meine ersten Liebesbriefe werden von schüchternen Mit-Mädchen geradezu kategorisch den Flammen übergeben.

 

1993-1997 Volksschule Ilz

Ich entscheide mich relativ früh für den Fußballtrainer und gegen die Zahnputztante, die mir das bis ins hohe Erwachsenenalter nicht vergessen wird. In Werken bekomme ich von Anfang an meinen 1er völlig grundlos geschenkt.

 

1997 – 2001 Gymnasium Fürstenfeld

Meine fußballerische Unterlegenheit im direkten Duell mit einem jungen Mann namens Zlatko Junuzovic sowie Werner Gregoritschs Idee von Herzlichkeit lassen mich dann doch von einer Karriere als Profifußballer Sicherheitsabstand nehmen. Ich bekomme meinen ersten und bisher einzigen Kinnhaken verpasst,  von einem Mädchen.  Ich esse 2 Jahre lang ausschließlich Topfengolatschen und Pizzastangerl, die Werklehrerinnen hier sind nun etwas differenzierter in ihrer Herangehensweise bei der Leistungsbeurteilung.

 

2001 – 2006 HTL Wien 3 Ungargasse

Flucht nach vorn war hier die Devise. Wenn sogar mein Opa mit einem Computer umgehen kann, dann werd ich das doch 3x hinkriegen. Das war noch lange vor Internetkursen für Senioren. Nach 3 Jahren im Schülerwohnheim wird mir freundlicher Weise nahegelegt, mir eine andere Heimat zu suchen. Ich komme dem nach und suche seither. Vornehmlich in Wien. Ich entdecke hier dank Andrea Motamedi, André Blau und Herbert Pichler meine Liebe zum Kabarett.

 

 2006 – 2010 Militärdienst

Einem unverschuldeten und ereignislosen Grundwehrdienst in Fehring folgt eine knapp 4-jährige Fast-Karriere beim österreichischen Bundesheer. Aber zwei, drei Bombenerfolge beim Blutjunge-Kleinkunstfestival lassen das Herz dann doch zugunsten der Kunst und gegen die Offizierslaufbahn entscheiden. Ich nehme zwei Jahre lang Unterricht bei Gerhard Walter. Parallel dazu ein TU-Studium der Software-Entwicklung rechtzeitig abgebrochen.  Mit Hilfe eines alten Dakota-Indianers, der mir während eines Seminars plötzlich auf einer weißen Wand erschienen ist und in Arial zu mir sprach:“Wenn du erkennst, dass du auf einem toten Pferd sitzt – steig ab.“

 

2010 – 2012 Wanderjahre

Snowboardlehrer bei Alex & Hermann Maier sen. in der Flachau, Bestatter bei einer Firma namens Teufel, 2 Jahre Gartenbaugehilfe bei der Fa. Stix in Tattendorf, die Schule des Sprechens in der Dorotheergasse, Christkindl-Marktstandler bei der Witwe Bolte am Spittelberg – viele wunderbare Stationen. Tolle Menschen und lehrreiche Stunden. Aber ich komme nirgendwo an.

 

2012 – heute

Gelandet. Angekommen. An der Schauspielschule Krauss. In der Kleinkunstszene. In meiner eigenen Wohnung. Mit 26 komplett am Anfang. Aber jetzt passts. Ich schreibe Geschichten, Gedichte, Lieder, Hörbücher, Sketches und auch endlich wieder Liebesbriefe. Ich arbeite auf Biobauernhöfen mit, mache wieder viel Sport und stelle mich auf Bühnen. Erfolge und Tiefschläge aller Größenordnungen  geben sich die Klinke in die Hand. So soll das Leben sein.